Sehvermögen – Das optimale Sehen?

Beim optimalen Sehen spricht man meist davon, wenn eine Person keine Hilfe benötigt, wie beispielsweise eine Brille. Das Auge kann somit völlig eigenständig Dinge wahrnehmen und Entfernungen richtig einschätzen. So kann man in einer solchen Situation theoretisch von einer 100% Sehstärke sprechen. Doch ist eine 100% Sehstärke überhaupt das optimale? Um diese Frage klären zu können, muss man sich die Fähigkeit des menschlichen Auges genauer anschauen. Dies soll im weiteren Verlaufe des Textes Aufschluss über die Antwort dieser Frage geben.

100% Sehkraft – Das Maximum oder nur eine Zahl?

100% Sehkraft das klingt erst einmal nach einem sehr guten Wert. Im Klartext würde dies bedeuten, dieser Mensch braucht keine Brille, um Dinge optisch wahrnehmen zu können. Prinzipiell ist dies natürlich richtig, wobei sich die Frage stellt ob hier auch wirklich das Maximum erreicht ist. Die Merkmale des Auges spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Das Auge kann aufgrund seines Aufbaues deutlich komplexere und detailreichere Wahrnehmungen durchführen als wir dies bisher für möglich gehalten haben. Ein einfaches Beispiel ist hierbei die typische Sportbrille, die beim Schießen genutzt wird. Diese Brille wird auch von Personen verwendet, die im Regelfall keine Brille nutzen. Doch warum benutzt man beim Schießen eine Brille? Zum einen ist dies natürlich für den Schutz der Augen. Zum anderen jedoch um weit entfernte Ziele besser wahrnehmen zu können. Die Brille stellt in diesem Punkt also eine zusätzliche Hilfe dar, um weit entfernte Objekte genau erkennen zu können. In einem solchen Fall spricht man auch von 200% Sehstärke oder noch darüber. Es ist also möglich mit einer Brille die optische Wahrnehmung nicht nur auf einen Normalstand zu bringen, wie dies bei Menschen der Fall wäre, die über eine Sehschwäche verfügen, sondern auch die Leistung des Auges darüber hinaus zu steigern. Um die Fähigkeiten des Auges optimal nutzen zu können, müsste man als Mensch als theoretisch gesehen immer eine Brille tragen, um so das echte Maximum ausschöpfen zu können.

Der schleichende Verlust der Sehkraft

Aus der Sicht eines Menschen betrachtet der zu seiner Geburt über eine 100% Sehkraft verfügte nimmt diese Fähigkeit über die Jahre hinweg kontinuierlich ab. Das magische Alter laut Ärzten liegt hier bei 45 Jahren. Ab dieser Zeit verringert sich die Sehkraft deutlich und eine Brille wird meist zur Pflicht. Dieser Verlauf ist auch auf die Alterung selbst zurückzuführen. Neben dem Auge werden auch andere Organe schwächer. Prinzipiell kann man hier sagen, entsteht diese Situation durch die dauerhafte Belastung die wir dem Körper über die Jahre hinweg zuführen. Natürlich lässt sich diese Situation gar nicht vermeiden, wenn wir einen typischen Alltag objektiv betrachten. Daher ist eine solche Entwicklung bei jedem Menschen auf kurz oder lang zu erwarten. Wie stark dabei die Sehkraft in diesen Jahren abnimmt ist absolut unterschiedlich. Neben dem typischen Abfall der Sehkraft können aber auch Augenerkrankungen eine Rolle spielen. Auch jene sind besonders im höheren Alter ein Risiko. Daher sollte man, sobald man einen Sehverlust bzw. einen Verlust der Sehkraft feststellt, einen Optiker aufsuchen der die momentane Stärke des Auges messen kann. Diese Untersuchung können natürlich auch Ärzte durchführen. Da dies aber nicht zu den typischen Aufgaben eines Arztes gehört, sollte man hier im Vorfeld einmal nachfragen, ob dies möglich wäre.

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